Popmusik studieren?

musik — 18.05.10 — tags: , ,

Mal ein Hinweis in nicht ganz eigener Sache:

Mein Freund Daniel unterrichtet Gesang im Studiengang Popularmusik an der FH Osnabrück und freut sich über künstlerisch eigenwillige Bewerber. Da ich das Problem der Studiengangssuche in Deutschland kenne, wenn man nicht gerade Jazz oder Klassik studieren möchte, leite ich diese Information gerne  weiter, vielleicht hilft’s dem ein oder anderen bei der Sondierung der Möglichkeiten. Er ist ein prima Typ und offen für alles, also keine Scheu bei der Bewerbung…

Ich zitiere ihn mal:

Wir haben u.a. ein starkes Profil für die Ausrichtung Singer/Songwriter. Hier wird grossen Wert auf die Entwicklung der Künstlerpersönlichkeit gelegt, wobei das Handwerk nicht zu kurz kommt. Für die Sänger und Instrumentalisten, die eben nicht Jazz studieren wollen (und trotzdem eine solide Ausbildung mit Hochschulabschluss machen wollen) ist das jetzt eine ernstzunehmende Alternative zum „gutgelittenen“ Jazzstudium.
Der Fachbereich ist im Aufbau begriffen und ich persönlich möchte die Leute, die ihren eigenen Stiefel machen- und denken, sie passten ja „eh nirgendwo rein“-ermutigen, sich bei uns vorzustellen.
Viele von Euch wissen sicher noch gar nicht davon und ich bitte Euch, sagt es weiter, sodass wir viele Leute bei der Aufnahmeprüfung begrüssen können und sich der Studienort Osnabrück herumspricht!

Anmeldeschluss fürs WS 2010/11 ist 1.6.10.

Hier geht’s zur Webseite.


Ein viel sinnvollerer Ansatz für das Real Time Web: Das Trustweb

Google Buzz ist gestartet und bringt nicht nur den Nerdismus, sondern auch frischen Wind und eine gewisse Dringlichkeit in das Thema Real Time Web. Grund genug, mal kurz etwas grundsätzlicher über das Thema nachzudenken.

Annahme 1: Das, was Twitter & Co so spannend macht, ist nicht, dass man immer weiss, wer gerade wo auf dem Klo sitzt, sondern dass man in quasi-Echtzeit über verteilte Inhalte auf dem Laufenden gehalten wird, welche von Menschen empfohlen werden, denen man durch das following eine gewisse Autorität zuspricht, diese Inhalte zu finden und zu filtern, ergo Vertrauen schenkt.

Annahme 2: Das, was Twitter & Co teilweise so unpraktisch und nervig macht, sind die Selbstdarsteller, der ganze Nonsense, der zwischen den interessanten Inhalten stattfindet und die Tatsache, dass interessante Links von verschiedenen Menschen immer und immer wieder gepostet werden, auch wenn man sie schon besucht hat. Auch, wenn sie schon ein paar Wochen alt sind. Das frisst unnötig Zeit.

Wie müsste also ein Dienst beschaffen sein, welcher auf diesen Vorteilen aufsetzt, aber auf die Nachteile verzichtet?

Mein Lösungsvorschlag: Das Trustweb.

Das Trustweb ist ausschliesslich für den effektiven Echtzeit-Informationsaustausch abseits von Befindlichkeitsmeldungen und Twitter-Lyrik gedacht – und funktioniert so:

User A spricht User B, C und D das Vertrauen aus, er wird quasi ihr follower. Damit sagt er: Die Inhalte, die ihr drei spannend findet, finde ich potentiell auch spannend. Her damit.

User B, C und D surfen durch das Internet und überall, wo sie was spannendes sehen, machen sie ihren Like-Haken. Wenn sie wollen, können sie noch einen kurzen Kommentar hinzufügen. Mehr ist nicht nötig.

User A hat nun eine ständig aktualisierte Liste mit allem, was B, C, und D für spannend befanden. Der Clou: 1) Jeder Inhalt ist nur einmal gelistet, doppelte Empfehlungen werden also automatisch anhand des URI zusammengefasst. 2) Je mehr Quellen einen Inhalt für spannend befinden, desto weiter oben wird er in der Liste angezeigt. Das, was User A und B gut fanden, wird also mit höherer Priorität gelistet, als das, was nur User C gut fand.

Hinter jedem Post sind die sich auf den jeweiligen Inhalt beziehenden Kommentare der gefollowten User gesammelt.

Jeder Post in der Liste kann von A wieder geliked werden, um ihn damit an die eigenen follower weiterzuleiten.

Wer sich bis zum Ende der Liste durcharbeiten möchte und Nischen-Topics entdecken und weiterleiten will, kann das tun, aber wer nicht den langen Schwanz, sondern nur die wirklich grossen Tagesthemen braucht, der bekommt mit den ersten zehn Posts schon den Überblick.

Das Trustweb ist im Endeffekt eine Mischung aus dem Google-Reader und Rivva. Der Reader ist nicht sortiert und selektiv genug und Rivva ist nicht personalisiert. Wer sich z.B. wie ich mehr für Musikthemen interessiert und nicht vorrangig an selbstreferenziellem Social Media Talk interessiert ist, der wird einfach anfangen, Musikern zu folgen und schon rücken die für ihn interessanten Themen in den Vordergrund, ohne wie bei Rivva von dem verdrängt zu werden, wofür sich der Grossteil der Netzöffentlichkeit interessiert.

Stellt man sich das jetzt im Verbund mit Facebook-Connect und den diversen Blogsystemen vor, so dass ein like auf egal welcher Plattform zu einer Empfehlung im Trustweb führt, fängt das an, gedanklich richtig Spaß zu machen.

Also: kann das bitte irgendwer umsetzen?


hallo welt und so

krimskrams — 30.01.10 — tags:

war mal zeit, mein blog und die klangzentrale zu entstricken.

hier also ab sofort bunte mischung, drüben nur noch musikproduktion, mal schauen ob’s klappt.


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